Mausklasse

Lichterfeste in Corona-Zeiten: wo sind St.Martin, Nikolaus und der Weihnachtsmann geblieben?

 

Liebe Bergschulgemeinde!

Nach langer Abstinenz möchte ich mich mal wieder zu Wort melden. Die kranke Frau Köser aus der Mausklasse ist zwar leider momentan nur sehr selten in der Schule anzutreffen, aber mit dem Herzen immer dabei und ihrer Schule mit allen Kindern, Eltern und Kollegium sehr verbunden…

Nach monatelanger Chemotherapie ist dieser Abschnitt endlich abgeschlossen und der Heilungsprozess kann starten. Leider braucht alles seine Zeit und mein Körper erholt sich nur langsam. Mitte November steht für mich die Operation an und danach eine Reha-Heilbehandlung. Hoffentlich verläuft alles ohne Komplikationen.

Was machst du denn so den ganzen Tag, Frau Köser?, fragen mich meine Mäusekinder immer in den Briefen oder Mails. Also als erstes versuche ich nach all´ dem Gift wieder auf die Beine zu kommen, mich gesund zu ernähren und meinen Körper mit viel Bewegung an der frischen Luft wieder leistungsfähig zu machen. Ich mache dabei Fortschritte, bin aber leider ein wenig zu ungeduldig, denn ich möchte ja schnell in die Bergschule zurück…

Als nächstes war es mir in den vergangenen Wochen sehr wichtig, irgendwie mit meiner Klasse und den Menschen aus der Schule verbunden zu sein. Da ich leider durch die Corona-Ansteckungsgefahr nicht so oft die Schule besuchen konnte, habe ich mir etwas anderes überlegt. Da ja bald die Adventszeit beginnt, habe ich für die Mausklasse einen Weihnachtseulen-Kalender gebastelt. Das hat mir viel Spaß gemacht und mich oft von trüben Gedanken befreit. Da ja in der Weihnachtszeit auch viele andere liebe Menschen im Umfeld unserer Bergschule beschenkt werden, weil sie das Kollegium und die Kinder engagiert unterstützen, konnte ich auch für sie Tüten basteln und kleine Geschenke zusammenstellen. Wie wunderbar! Ich hatte endlich wieder eine schöne Aufgabe, die mich mit meiner Herzensschule verband! Auf den Fotos kann man die vielen unterschiedlichen „Eulen“ erkennen, fast 50 Tüten sind so zusammengekommen.

Beim Basteln wurde mir dann noch einmal bewusst, wie anders dieses seltsame „Corona-Jahr“ doch ist! Keine spektakuläre Martinsfeier mit vielen großen und kleinen Menschen auf unserem Schulhof und auf den Straßen von Meiderich, um „Licht“ in unseren Stadtteil zu bringen. Keine Nikolaus- oder Weihnachtsfeier mit Theaterstück, Singen und gegenseitigem Beschenken. Das gemeinschaftliche Erleben von Schule ist schon ziemlich eingeschränkt…

Mir als emotionalem Menschen fehlt das sehr und vielen Kindern und Eltern wahrscheinlich auch. Aber was können wir tun?

Ich persönlich habe die Hoffnung, dass nächstes Jahr alles etwas besser wird oder wir vielleicht gemeinsam „Ersatzlösungen“ für unsere besonderen Feste finden können.

Bis dahin denke ich an all´ die lieben Menschen, die unsere Bergschule so besonders machen und verteile meine kleinen Weihnachtseulen aus der Distanz, um meine Wertschätzung und Liebe sichtbar zu machen…vielleicht ist das ja auch ein kleiner Ersatz, ein kleines Licht?

So wünsche ich allen Kindern und Eltern, trotz Corona, ein fröhliches Martinsfest und eine schöne Adventszeit!

Bis hoffentlich bald, Ihre Anja Köser

Die Mausklasse bereitet sich schon auf den Frühling vor!

Nach dem großen Regen in den letzten Tagen haben die Kinder der Klasse 3a Frau Pamperin gebeten, doch bitte alle Gartengeräte der Schule aus dem Keller zu holen, um rund um unseren schönen Container die ersten Frühlingszwiebeln zu pflanzen. Das war ein Riesenspaß! Einige Kinder haben die Blätter geharkt und gefegt; andere haben Erde in Eimern geholt und diese in unsere Blumenkästen gefüllt. Wieder andere haben mit viel Liebe die Blumenzwiebeln in die Erde gesetzt und gut wieder mit Erde bedeckt, damit die kleinen Pflänzchen auch den Winter gut überstehen. Es wurden kleine Beete angelegt und mit Steinen liebevoll umlegt. Nun hoffen wir, dass nach dem Winter in unserem Schulgarten Hyazinthen, Krokusse, Tulpen und Traubenhyazinthen blühen werden und wir eine schöne Unterrichtsreihe über Frühblüher durchführen können!

Die Mausklasse zieht um – unser neues Zuhause im Container im Schulgarten

Na, das war vielleicht am Anfang eine Aufregung! Plötzlich war die Entscheidung gefallen: Frau Köser muss mit der Mausklasse in den neuen Container ziehen, der in den Sommerferien im Schulgarten aufgestellt werden sollte. Auch Frau Schmidt mit der Fuchsklasse sollte in den rechten Teil einziehen. Zuerst waren die Kinder ein wenig traurig die altbekannten Räume in der Bergschule zu verlassen, aber nach einer Erkundungstour im Schulgarten und ein wenig Spiel unter den schönen Bäumen hatten viele Kinder tolle Ideen, was man mit dem herrlichen Ort alles anstellen könnte: Gemüse anpflanzen und Blumen aussäen im Frühling, Verstecken spielen, auf die Steine setzen und lesen, Erzählkreise draußen in der Sonne. 

Als die Container in den Ferien dann endlich aufgestellt wurden, mussten die Handwerker dort noch viele Tage den Innenausbau fertigstellen. Am letzten Ferientag schließlich konnte Frau Köser den neuen Schulraum beziehen und es für die Mäusekinder gemütlich machen. Die haben am ersten Schultag dann große Augen gemacht, denn nun war alles ein wenig anders, als im Schulgebäude… 

Morgens werden die Rollläden hochgezogen. Wasser gibt es nur noch in einem Eimer zum Händewaschen und wenn die Klasse 3a mit Wasserfarben malen möchte, dann holt Frau Köser die Gießkanne hervor!

Aber alle Mäuse nehmen die neue Herausforderung fröhlich an und genießen den neuen Außenraum unter den herrlichen Bäumen. Bald kommt der Herbst und wir werden Blätter sammeln, die Baumrinde abzeichnen und die ersten Frühlingstulpenzwiebeln einpflanzen…

Wir Mäuse haben ein schönes neues Nest gefunden und fühlen uns superwohl im Container!!!

 

Anja Köser und die Klasse 3a

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